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QRPP - Betriebsarten : Wetterballon im Erzgebirge



Am 16. Mai 2026 gegen 12:00 Uhr lokaler Zeit starteten die beiden DARC - Ortsverbände S45 (Aue-Schwarzenberg) und S48 (Annaberg-Buchholz) bei einem Feldtag einen Wetterballon mit der Kennung DH2LM-11 am Hirtstein in Satzung.
Den Aufstieg auf  >15 km Höhe über Grund und den Flug Richtung Dresden konnte Jeder im Positionierungs-System APRS (aprs.fi) verfolgen.

Die Aussendungen der Positions- und Höhendaten und Wetterbilder realisierte Lukas DH2LM mit wenigen Milliwatt in den für LoRa-Daten-Übertragungen zugelassenen UHF-Frequenzbereichen. Nach ca. 3h Flug konnte die gesamte Technik im Dresdener Süden geborgen werden.

Trotz geringster Leistung und mit digitaler Modulation in einem breitgefächerten Frequenzabschnitt (spreat spectrum) wurden sehr viele Wetterbilder von Interessenten in DL, OK und SP empfangen und waren im Web zu sehen.
Dabei war die enorme Höhe von großem Vorteil, gegenüber den zahlreichen ISM - Anwendungen im Bereich zwischen 433 MHz und 434 MHz.
Die klassische LoRa-APRS Telemetrie - Übertragung erfolgte auf 433.775 MHz:

Die Signale waren auf dem Gr. Picho in JO71ec an einem vertikalen Rundstrahler ab dem Start in der Spektrumanalyse sichtbar und kamen mit steigender Höhe über Grund im Histogramm (Häufigkeit der Amplitude über der Frequenz) bis auf die Pegel der sicherlich nicht ganz legalen Funkthermometer & Co. in den umliegenden Ortslagen.

Die Bildübertragung erfolgte in 2 Modi mit digitalen Datenpaketen unterschiedlicher Auflösung.

Die weiße Linie im Histogramm ist ein Frequenzdurchlauf der LoRa-Chirp-Modulation und genau der letzte aus den wieder zusammengesetzten 2048 FFT-Fenstern, die aller 25,3ms einen Bereich von 45 MHz um die Mittenfrequenz aus dem Zeit- in den Frequenzbereich umsetzten. Der abgebildete Frequenzbereich (span) ist 1/128 des vollen Scans.

Im Mode 3 mit ca. 250kHz Bandbreite hat Lukas die höher aufgelösten Bilder übertragen. Der weiße Verlauf des letzten Scans wird durch die hohe Datendichte kaum noch sichtbar. 

Dazu müsste der aufgezeichnete I/Q-Datenstrom (Amplitude und Phasenwinkel mit 7 GB während 15 Minuten) nochmals aus dem vollen 45MHz-Bereich herausgefiltert und im neuen Histogramm überlagert werden.

Die technischen Möglichkeiten in Software (RTSA Pro Suite von Aaronia) zur Nachbearbeitung einer Aufzeichnung ist einer der größte Vorteile einer Echtzeit-Spektrumanalyse !!
Bleibt spannend, ob Aaronia der Eco-Variante des Spektrumanalysators SPECTRAN V6 diesen Nachbearbeitungsblock freischaltet, oder im Preis auch auf Eco-Verhältnisse stellt?

Beim klassischen SDR-RX mit einem A/D-Wandler bringt dieser Versuch keine Verbesserung, da es nach dem Wandler nur einen seriellen Datenstrom gibt, der bestenfalls nach der Latenzzeit aller Einschwingvorgägnge für schmalbandige Abtastung neu gestartet werden kann.

Danke an Lukas DH2ML und alle OMs der beiden Ortsverbände für die sehr interessanten 3 Stunden!

dl5dsb
frank
20.Mai 2026
 

 


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